Was das Projekt für Landwirte und Umwelt bringt
Der Vorteil bei der Verwendung von Wildpflanzen für die Biogaserzeugung liegt darin, dass mit nur einer Bodenvorbereitung und Ansaat der Bestand fünf Jahre oder länger genutzt werden kann, ohne wiederholt störend in das Bodengefüge eingreifen zu müssen. Der Biomasseaufwuchs kann im Vergleich zur intensiven Grünlandnutzung in einem jährlichen Arbeitsgang geerntet werden. Nach bisherigen Erfahrungen kann auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Regel verzichtet werden. Der Stickstoffaufwand wird 100 kg/N pro Hektar nicht überschreiten und sehr wahrscheinlich sogar darunter liegen. Diese Eigenschaften haben direkte Auswirkungen auf die Anbau- und Erntekosten und können so den Deckungsbeitrag der Substratkosten wesentlich verbessern.Aufgrund der besonderen Standortanpassung der einzelnen Wildpflanzenarten und der guten Resistenz gegenüber spezialisierten Schadinsekten ist eine hohe Ertragssicherheit gewährleistet. Dies gilt besonders auf Trockenstandorten, denn gerade dort reagieren Kulturpflanzen mit extremen Ertragsdepressionen bei Wassermangel. Nach den bisherigen Erfahrungen mit Wildpflanzenmischungen und Einzelarten sind der Umbruch der Flächen und der nachfolgende Anbau von Kulturpflanzen völlig unproblematisch. Dies kann die immer enger werdenden Maisfruchtfolgen und die daraus resultierenden Probleme nachhaltig entschärfen.
Eine Erweiterung des Artenspektrums für den Energiepflanzenanbau hat positive Auswirkungen auf eine vielfältigere Landschaftsstruktur, das Landschaftsbild und die Wachstumsbedingungen auf der Ackerfläche. Damit trägt der Anbau von Wildpflanzen wesentlich zu einer Erhöhung der Biodiversität bei.
Die wichtigsten Vorteile für den Landwirt
- Geringere Saatgut-, Düngemittel- und Pflanzenschutzmittelkosten während einer Nutzungsperiode
- Ertragssicherheit
- Größere Erntezeitspanne durch breites Artenpotential vermeidet Arbeitsspitzen auf dem Betrieb
Die wichtigsten Vorteile für die Umwelt
- Geringere Bodenverdichtung und verminderter Bodenabtrag
- Verringerte Dünge- und Pflanzenschutzmitteleinträge in Gewässer
- Geringere Wildtierverluste durch reduzierte ackerbauliche Aktivität auf der Fläche
- Zusätzliche Lebensräume für Tiere und Pflanzen in der Feldflur










