Feldhamster
Auf deckungsreichen Feldern, die ausreichend Nahrung bieten, ist der Feldhamster zu Hause. Seine Nahrung besteht aus Feldfrüchten, Insekten (darunter auch Schädlinge wie der Engerling), Schnecken und ab und zu sogar einer Feldmaus. Hat der Hamster bis zum Zeitpunkt des Winterschlafes, den er ab Ende August beginnt, nicht ausreichend Nahrung bzw. Wintervorrat gesammelt, wird er den Winter nicht überleben.
Durch die intensive Landwirtschaft wird sein Lebensraum immer mehr eingeschränkt. Der kleine Nager steht in Deutschland als „stark gefährdet“ auf der bundesweiten Roten Liste der gefährdeten Tiere. In einigen Bundesländern wird mittels spezieller Hilfsprogramme finanzielle Unterstützung bei der „hamsterfreundlichen Bewirtschaftung“ gewährt.
Ansprüche an den Lebensraum
- Der Feldhamster ist auf Standorten angesiedelt, die eine gute Bodenbeschaffenheit aufweisen. Diese Gebiete eignen sich natürlich auch gut für die Landwirtschaft – die intensive Nutzung aber schränkt die Lebensgrundlage des Hamsters stark ein.
- Werden Stoppeln auf den Feldern stehen gelassen, hat der Feldhamster die Möglichkeit Nahrung für seinen Wintervorrat zu sammeln. Außerdem bieten sie Deckung vor seinen Fressfeinden.
- Durch Anlegen fehlender Saumelemente wie Hecken und Feldraine wird dem Feldhamster Deckung in der ausgeräumten Landschaft geboten. Auch dies schützt ihn vor seinen Fressfeinden.
- Für die jungen Feldhamster kann die Feldbearbeitung mit dem Pflug zu einer tödlichen Bedrohung werden, da die Baue nicht tief genug in der Erde liegen und vom Pflug erfasst werden. Wo möglich, vermindert die Umstellung vom Pflügen auf das Grubbern, die Gefahr der Gelegezerstörung.










