Feldhase
Für seine langen Ohren ist er bekannt - der Feldhase! Sein Lebensraum sind reich strukturierte Agrargebiete. Besonders zur Jungenaufzucht benötigt er die schützende Deckung von Saumbiotopen oder angrenzenden Wäldern. Zudem ist der Feldhase auf eine Vielzahl von Ackerwildkräutern in seiner Nahrung angewiesen. Der Feldhase ist ein nachtaktives Tier; den Tag verbringt er meinst ruhend in einer Erdmulde, die „Sasse“ genannt wird. Durch die intensive Bewirtschaftung der Agrarlandschaft, und den dadurch bedingten Rückgang der Saumbiotope, verliert auch der Feldhase immer mehr Lebensraum. So steht er bereits seit 1994 auf der bundsweiten Roten Liste der gefährdeten Tierarten.Ansprüche an den Lebensraum
- Die intensive Landwirtschaft wirkt sich mehrfach negativ auf den Lebensraum des Feldhasen aus. Zum einen gibt es in der intensiven Landwirtschaft immer weniger natürliche Strukturen, wie Hecken, Ackerrandstreifen und Feldraine. Daraus folgt, dass dem Feldhasen weniger Deckung zu Verfügung steht, wodurch er stärker der Witterung und seinen Beutegreifern ausgesetzt ist.
- Zum anderen kommt es zum Verlust der Nahrungsquantität- sowie qualität, da der Feldhase sich von einer Vielzahl von Gräsern und Kräutern ernährt.
Das hilft dem Feldhasen
- Das Anlegen von Ackerrandstreifen bietet dem Feldhasen gute Deckungsmöglichkeiten, darüber hinaus wird das Nahrungsangebot erhöht.
- Durch einen späten zweiten Schnitt und den Hochschnitt des Kleegrases kommt es zu weniger Junghasenverlusten im wichtigsten Fortpflanzungszeitraum.
- Durch das Auslassen eines bestimmten Abschnittes bei der Aussaat wird eine „Drilllücke“ geschaffen. Durch den vermehrten Aufwuchs von Ackerwildkräutern bietet diese einen idealen Rückzugsort für den Feldhasen.
- Durch spätere Stoppelbearbeitung der Druschfrüchte wird das Nahrungs- und Deckungsangebot weiter aufrechterhalten.










