Bundeslandwirtschaftsministerium
Bundesumweltministerium
Europäische Kommission, Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung

Kiebitz

Ursprünglich besiedelte der Kiebitz Marschen und Moore sowie Salzwiesen an den Küsten. Heutzutage lebt er zunehmend auf Ackerland oder auf kurzgrasigen Wiesen, vor allem auf Kulturen, die feuchte Bereiche und vegetationsfreie Stellen aufweisen. Durch intensive oder eingestellte Nutzung können Kiebitze viele Flächen nicht mehr besiedeln, da diese ihren Ansprüchen nicht gerecht werden. Ab Mai, im Zeitraum der Jungvogelaufzucht, sind die Vögel besonders störungsanfällig. Als „stark gefährdet“ ist der Kiebitz in der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland aufgenommen worden.

Typische Lebensräume 
  • Kiebitze brüten in weiten, flachen Landschaften, die nur spärlichen Bewuchs aufweisen. Eine dichte Bodenvegetation wird vom Kiebitz gemieden. Ideal sind Feuchtwiesen und Heiden sowie extensiv bewirtschaftete Weide- und Ackerflächen.
  • Als Nahrungs- und Vermehrungshabitat haben Ackernassstellen eine hohe Bedeutung.


Das hilft dem Kiebitz

  • Wiedervernässung von Wiesen und Grünland in Verbindung mit einer Nutzungseinschränkung, wie der späten Bewirtschaftung ab Juni, stellt für den Kiebitz eine wichtige Maßnahme zur Lebensraumsicherung dar.
  • Für den Schutz des Kiebitz sowie seiner Brut gilt, dass Anfang April das Schleppen oder Walzen von Wiesen unterbleibt und dass die erste Mahd in den Juli verschoben wird.
  • Außerdem dürfen die Wiesen nicht stark gedüngt oder mit Bioziden besprüht werden. Auch sollte das Gras nicht unter 14 Zentimeter geschnitten werden.
  • Ungünstig wirkt sich eine dichte Vegetation aus, die durch intensive Düngung gefördert wird.

Partner

  • Deutsche Wildtier Stiftung
  • International Council for Game and Wildlife Conservation
  • Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V.
  • Landesjagdverband Hessen e.V.
  • Landesjagdverband Bayern e.V.
  • Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
  • Deutscher Jagdschutzverband e.V.
  • Institut für Wildtierforschung an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
  • Saaten Zeller
Gefördert durch DBU
Gefördert durch FNR