Flächenpflege
Noch wichtiger ist es, die Flächen auf den Besatz von Ackerkratzdisteln zu kontrollieren. Auf diese für Schmetterlinge wertvolle Pflanze reagieren unsere Landwirte mit Recht nicht sehr erfreut, weil sie sich mit ihren flugfähigen Samen sehr leicht verbreitet. Gemäß der Stilllegungsverordnung ist der Bewirtschafter verpflichtet, Nachbargrundstücke vor Samenflug zu schützen. Disteln (einzige Problemart) lassen sich durch Mulchen zu Blühbeginn sehr gut eindämmen, in wüchsigen Jahren kann ein zweiter Pflegegang notwendig werden. Meist ist es ausreichend, die einzelnen Distelnester herauszupflegen. Diese Maßnahme sollte, wenn nötig, vor allem im Ansaatjahr konsequent durchgeführt werden, da sie zu diesem Zeitpunkt am effektivsten ist. In den darauffolgenden Jahren sollte eine Störung des Bestandes durch Pflegeeingriffe vermieden werden. Der Aufwuchs bleibt somit erhalten.
MalveLanglebige Arten wie Beifuß, Flockenblume oder Rainfarn, aber auch die Überjährigen wie Wilde Karde, Nachtkerze und Wilde Möhre werden durch diese Pflegemaßnahmen in ihrer Jugendentwicklung gefördert. Hohe Deckung ist dann jedoch im ersten Winter nicht zu erwarten, da die einjährigen Arten wie Sonnenblume oder Buchweizen "weggepflegt" sind.
Im Grenzbereich zu Ackerflächen, die in der Produktion stehen, kann die Stilllegungsfläche am Rand jährlich im August gemulcht oder gemäht werden. Beim Auftreten von einjährigen Ackergräsern wie Ackerfuchsschwanz oder der Tauben Trespe kann dies bereits schon im Mai notwendig sein.
Weitere Pflegeschritte sind in den nächsten Jahren nicht mehr notwendig, wenn das Produktionsziel „Struktur und Deckung“ sein soll. Ab dem 5. bis 6. Standjahr sollten die Flächen abschnittsweise umgebrochen und neu angesät werden.
Die Blumenpflückmischung "Sommerzauber" ist jährlich nach den ersten Frösten, spätestens im Verlauf des Winters zu mulchen. Durch das Entfernen der abgestorbenen Stängel wird der Blüheindruck im Folgejahr erhöht und die Flächen schauen "ordentlich und sauber aus".
Auf Stilllegungsflächen, die mit geeigneten Mischungen angesät wurden, finden viele Wildtiere Nahrung und neuen Lebensraum.









