Saattechnik

Die Saatmischungen stellen keine besonderen Ansprüche an die Technik. Als Problem wird oftmals nur die geringe Saatmenge für einzelne Flächen, aber auch die geringe Füllmenge bei mechanischen Drillmaschinen angeführt. Hier kann jedoch durch Zumischen von Soja- oder Getreideschrot (Erhöhung der Saatmenge) Abhilfe geschaffen werden. Die auszusäende Menge für die Fläche muss dann entsprechend erhöht werden.
 
Pneumatische Drillmaschinen kommen mit kleinen Saatmengen problemlos zurecht. Durch Ausschalten der Rührwelle wird das Entmischen des Saatgutes (groß- und kleinkörnige Sämereien) bei den meisten Sämaschinentypen vermieden.



   

Die "OLAP-Mischung" sollte mindestens 1-1,5 cm tief gesät werden, da es sich um relativ grobkörniges Saatgut handelt. Im Gegensatz zur gängigen landwirtschaftlichen Praxis sollten die Saatgutmischungen "Lebensraum 1" und die Pflückmischung "Sommerzauber" unbedingt auf die Oberfläche gesät werden, da sehr viele, äußerst feinkörnige Wildkräuterarten (Tausendkorngewicht Weizen 48 g – Beifuß 0,11 g) in der Mischung enthalten sind. Diese laufen nur zögerlich oder gar nicht auf, wenn die Samenkörner "vergraben" werden.
 
Das heißt für die Praxis, dass die Säschare nur flach über dem Saatbett laufen sollen oder ausgehoben werden.

Der Saatstriegel sollte, wenn möglich, auf wenig Griff eingestellt sein. Der Einsatz eines elektrischen Schleuderstreuers oder eine Handaussaat sind bei diesen beiden Mischungen möglich.
  

Nach der Saat ist die Fläche in allen Fällen bei trockenen Bodenverhältnissen zu walzen, um eine Rückverfestigung zu erreichen.

Praxisratgeber

Praxisratgeber mit praktischen Tipps und Tricks für die Anlage von wilditerfreundlichen Stilllegungsflächen zum Download.
Praxisratgeber

Partner

  • Deutsche Wildtier Stiftung
  • International Council for Game and Wildlife Conservation
  • Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V.
  • Landesjagdverband Hessen e.V.
  • Landesjagdverband Bayern e.V.
  • Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
  • Deutscher Jagdschutzverband e.V.
  • Institut für Wildtierforschung an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
  • Saaten Zeller
Gefördert durch DBU
Gefördert durch FNR